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Zweiter Weltkrieg

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Zweiter Weltkrieg Artikel

Der Zweite Weltkrieg dauerte vom 1.09 1939 bis zu dem 2.09 1945. In Europa ging er am 8.05 1945 zu Ende, in Asien nach der Kapitulation Japans am 14.08 1945. Er war der größte und blutigste zusammenhängende Konflikt in der Geschichte der Menschheit. Hatte der Erste Weltkrieg fast 10 Millionen Todesopfer gefordert, waren es in dem Zweiten Weltkrieg schätzungsweise 55 Millionen, darunter über 20 Millionen Zivilisten. Der Zweite Weltkrieg wurde von einer starken Ideologisierung geprägt, die zu zahlreichen Kriegsverbrechen und zu gewaltsamen, häufig systematischen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung führte.

Zweiter Weltkrieg Beschreibung
Zweiter Weltkrieg Beschreibung
Hitler und Mussolini

Die so genannten Achsenmächte Deutsches Reich unter Adolf Hitler, Italien unter Benito Mussolini und Japan unter Kaiser Hirohito führten Eroberungsfeldzüge gegen viele Staaten; ihre militärischen Hauptgegner waren anfangs Frankreich, Großbritannien und China sowie nachdem Bruch des Hitler-Stalin-Pakts die Sowjetunion unter Josef W. Stalin (siehe Großer Vaterländischer Krieg) und nachdem japanischen Überfall auf Pearl Harbor auch die Vereinigte Staaten Amerika.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Die Truppen des amerikanischen Bürgerkrieges. Konföderierte & Unionisten Solide Umsetzung Nach einer Reihe bereits veröffentlichter Umsetzungen der englischen Osprey-Hefte zur Militärgeschichte werden nun auch diejenigen bedacht, die sich für den amerikanischen Sezessionskrieg interessieren. Dabei handelt es sich bei "Die Truppen des Amerikanischen Bürgerkrieges" um eine deutsche Lokalisierung der Hefte "American Civil...

Der Krieg in Europa

Buch-Tipp: Die unbekannte Armee: Die technischen Truppen im Zweiten Weltkrieg Um ausführliche Informationen zum Buch "Die unbekannte Armee: Die technischen Truppen in dem Zweiten Weltkrieg" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Ausgangslage

Bei Hitlers Machtergreifung 1933 hatte die Reichswehr infolge der Bestimmungen des Versailler Vertrages eine Stärke von 100 Tausend Mann und war damit militärisch von kleinem Gewicht.

Schon in der Weimarer Republik, 1923, ließ der Chef der Heeresleitung (General von Seeckt) Studien zu einem späteren Wiederaufbau deutscher Streitkräfte anstellen. Diese waren der Entwurf für ein späteres "Großes Heer", welches in einem einzuplanenden Mehrfrontenkrieg Deutschland mit Erfolg schützen sollte. Zumindest waren bis 1924 Polen, Frankreich, Belgien und Litauen mit militärischen Kräftenins Reich eingedrungen. Reichskanzler von Papen beschloss in dem Oktober 1932 nach sechs ergebnislosen Verhandlungsjahren zur Abrüstung und Rüstungsbegrenzung, die Reichswehr auch ohne Einigung mit den Siegermächten zu vergrößern. Der Anteil der Rüstungsausgaben an den Reichsausgaben stieg von 8,2 Prozent (1932) über 39,3 Prozent (1934) auf 61 Prozent % (1938). Finanziert wurde dieses exzessive Aufrüstungsprogramm durch das System der so genannten "Mefo-Wechsel " der Reichsbank – und damit letztlich durch eine verdeckte Inflation.

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Kriegsziele

Der Zweite Weltkrieg war ein von den Nationalsozialisten entfesselter, ideologisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungskrieg zur Gewinnung von Lebensraum in dem Osten. Hitler verfolgte dabei seine in seinem programmatischen Buch Mein Kampf dargelegten Absichte bei allen taktischen Wendungen konsequent bis zu dem Ende. Komponenten seines außenpolitischen Denkschemas waren:

  • ein Bündnis mit England und Italien
  • der Kampf gegen das angeblich zerstörerische Wirken einer jüdischen Weltverschwörung
  • ein anti-bolschewistischer Vernichtungskampf zur Gewinnung von Lebensraum in dem Osten.

EndAbsicht war die Erringung einer deutschen Weltmachtstellung. "Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein", schrieb er in 'Mein Kampf'.1

Dort hatte Hitler Russische Förderation auch schon als "reif zu dem Zusammenbruch" erklärt, weil "die Juden" in der Revolution die "germanische Führungsschicht ausgerottet" hätten2 und seinen Plan einer 'Lebensraumgewinnung' in dem Osten dargelegt: "Wir stoppen den ewigen Germanenzug nachdem Süden und Westen und weisen den Blick nachdem Land in dem Osten."3 Hitler wollte dabei an die deutsche Ostbesiedlung anknüpfen, die in dem 14. Jahrhundert geendet hatte, folgerichtig wurden Polen und Russische Förderation die Opfer dieses neuen Germanenzugs.

Nach dem geschichtlichen Vorbild der bis zu dem Pazifik reichenden Kosakenvorstöße beZieligte Hitler mit seiner stärksten Armeegruppe bis Indien und hinter den Ural alle Gebiete zu erobern. Bauerntrecks sollten nachdem Vorbild der europäischen Siedlertrecks in Nordamerika sofort folgen und innerhalb von 20 bis 30 Jahren alles Land besetzen. Die "deutschrassige" Bevölkerung sollte nach 50 Jahren auf 250 Millionen Menschen angewachsen sein.

Hitlers Russische Förderationbild war wesentlich von Rosenberg geprägt, den geopolitischen Konzeptionen Karl Haushofers, die ihm von Heß vermittelt worden waren, entnahm er den in seiner Gedankenwelt zentralen Begriff des Lebensraums.

Im Jahre 1942, als man sich in Berlin mit Aufmarschplänen für Afghanistan den Kopf zerbrach, wollte Konrad Meyer-Hetling , der den Generalplan Ost ausarbeitete, ganze Völker vernichten: "Im Ostministerium interessiert nun aber ganz besonders die Frage, wo die rassisch unerwünschten Polen verbleiben sollen. Mehr oder minder 20 Millionen Polen in Westsibirien zwangsweise geschlossen anzusetzen, bedeutet zweifellos eine ständige, kompakte Gefahr des sibirischen Raumes, ein Herd des ständigen Aufruhrs gegen die deutsche Ordnungsmacht [...] Das man die Polenfrage nicht im Sinne lösen kann, daß man die Polen wie die Juden liquidiert, dürfe auf der Hand liegen. Eine derartige Lösung der Polenfrage würde das deutsche Volk bis in die ferne Zukunft belasten und uns überall die Sympathien nehmen, zumal auch andere Nachbarvölker damit rechnen müßten, bei gegebener Zeit ähnlich behandelt zu werden [...] Mehrere Millionen der uns gefährlichsten Polen in dem Wege der Auswanderung in Südamerika unterzubringen, erscheint nicht unmöglich." Ähnliche Schicksale drohten teilweise auch anderen Nachbarvölkern. Dieses war Imperialismus in seiner brutalsten Art und Weise.

Vor 1933 waren solche Ideen kaum ernst genommen worden4. Nach der Machtergreifung suchte er, seine wahren Absichte so lange wie möglich zu verschleiern. Die Revision des Versailler Vertrags war für Hitler lediglich ein Etappenziel, auch wenn er der deutschen und internationalen Öffentlichkeit jahrelang vorgaukeln konnte, es ginge ihm um das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen. In Wahrheit ging es stets um die Lebensraumgewinnung in dem Osten, wie er es schon am 3.02 1933 in einer Ansprache vor Generälen der Wehrmacht erklärte: "Eroberung neuen Lebensraums in dem Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung."5

In der Denkschrift zu dem Vierjahresplan von August 1936 formulierte Hitler: "Ich stelle damit folgende Aufgabe: I. Die deutsche Armee muss in 4 Jahren einsatzfähig sein. II. Die deutsche Wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein."5

Am 5.11 1937 präzisierte Hitler seine Kriegsziele vor der deutschen Generalität (Hoßbach-Protokoll):

"Die Absicht der deutschen Politik sei die Sicherung und Erhaltung der deutschen Volksmasse und deren Vermehrung. Somit handelt es sich um das Problem des Raumes. [...] Die deutsche Zukunft sei daher ausschließlich durch die Lösung der Raumnot bedingt ... [...] Die einzige ... Abhilfe läge in der Gewinnung eines größeren Lebensraumes [...] Zur Lösung der deutschen Frage könne es ca. den Weg der Gewalt geben ... [...] dann bleibe ca. noch die Beantwortung der Fragen "wann" und "wie" ... Sollte der Führer noch am Leben sein, so sei sein unabänderlicher Entschluss, spätestens 1943/45 die deutsche Raumfrage zu lösen. [...] Zur Verbesserung unserer militär-politischen Lage müsse in jedem Fall einer kriegerischen Verwicklung unser 1. Absicht sein, die Tschechei und gleichzeitig Österreich niederzuwerfen, um die Flankenbedrohung eines etwaigen Vorgehens nach Westen auszuschalten ...".5
Buch-Tipp: Hitlers Berg, Geschichte des Obersalzbergs und seiner geheimen Bunkeranlagen Unbedingt lesenswert! Dieses Buch widmet sich dem Obersalzberg bei Berchtesgaden und seiner, teilweise heute noch vorhandenen Bunkeranlagen, die Martin Bormann dort bis 1945 für Adolf Hitler und seinen Kommandostab bauen ließ. Hierbei wird nicht ca. detailliert über die Planung, Bau, Ausstattung, Umfang und Funktion dieser Anlagen berichtet, sondern...

Vorgeschichte

Dem Zweiten Weltkrieg gingen in Europa der Spanische Bürgerkrieg und in Asien der Chinesisch-Japanische Krieg voraus ebenso wie der Anschluss Österreichs am 12. März 1938 an das Deutsche Reich sowie die Abtretung des Sudetenlandes und anschließende Besetzung des restlichen Böhmen und Mähren (westlicher Teil der Tschechoslowakei, heute Tschechien).

Die beträchtliche Kriegsbeute allein an hochwertigem militärischem Großgerät (Panzer, Geschütze, LKW) diente der Ausstattung zahlreicher neu aufzustellender Divisionen – 15 Infanteriedivisionen und drei Panzerdivisionen.

Buch-Tipp: Kiel, Mai 1945. Britische Truppen besetzen die Kriegsmarinestadt Eine Beschreibung zum Buch "Kiel, Mai 1945. Britische Truppen besetzen die Kriegsmarinestadt" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Chronologischer Verlauf

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1939

Buch-Tipp: Sag niemals, das ist dein letzter Weg. 5 CDs + mp3-CD Die Beschreibung für das Buch "Sag niemals, das ist dein letzter Weg. 5 CDs + mp3-CD" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Der deutsche Angriff auf Polen

Der Zweite Weltkrieg wurde vom Deutschen Reich am 1.09 1939 durch den Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen begonnen, nach dem als polnische Widerständler verkleidete SS-Angehörige den deutschen Sender Gleiwitz am 31.08 gestürmt hatten. Diese Aktion war eine von mehreren fingierten Maßnahmen auf deutscher Seite, um den Angriff auf Polen ("Fall Weiß") zu rechtfertigen.

Polen war den Forderungen Hitlers nicht nachgekommen, Deutschland die Herrschaft über die Freie Stadt Danzig zurückzugeben und hatte die Erlaubnis verweigert, eine Autobahn durch den polnischen Korridor, der seit 1919 Ostpreußen vom Rest Deutschlands trennte, bauen zu dürfen. Polen hatte sich der ihm zugedachten Rolle als "Juniorpartner" in dem Kampf gegen die Sowjetunion widersetzt und sollte durch die taktische Wendung des Hitler-Stalin-Paktes, mit dem sich das nationalsozialistische Deutschland vorübergehend mit dem ideologischen Todfeind verbündete, nun zuerst ausgeschaltet werden.

1. September
Zweiter Weltkrieg Beschreibung
"Schleswig-Holstein" läuft am 25. August 1939 in dem Danziger Hafen ein
Den deutschen Angriff begann das deutsche Schulschiff Schleswig-Holstein (auf die Westerplatte in Danzig).

Die Polen waren den Deutschen zahlenmäßig unterlegen, glaubten sich aber durch Verträge mit Frankreich und Großbritanien geschützt.

Am 3.09 stellten Frankreich und Großbritannien ein Ultimatum an das Deutsche Reich. Es forderte den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Die Englisch-Französische Garantieerklärung hätte diese Staaten verpflichtet, spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff selber eine Offensive in dem Westen Deutschlands zu starten. Zwar erklärten die beiden Westmächte zur Überraschung Hitlers noch am selben Tag den Krieg, doch der Angriff blieb aus. Die Deutschen führten ihren Plan "Fall Weiß" durch.

Am 17.09 zerschlug sich die polnische Hoffnung, den Osten ihres Landes verteidigen zu können. Entsprechend dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes marschierte die Rote Armee in Ostpolen ein. Noch am selben Tag flüchtete die polnische Regierung nach Rumänien. Der Zusammenbruch war nun nicht mehr aufzuhalten.

Am 28. September kapitulierte die polnische Hauptstadt, nach dem ein intensives Bombardement vorausgegangen war. Einen Tag später folgte die Aufgabe der Festung Modlin.

Am 8.10 teilten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion in dem Abkommen von Brest-Litowsk das polnische Gebiet durch eine Demarkationslinie – die Vierte Teilung Polens. Nicht ca. die nachdem Versailler Vertrag abgetretenen Gebiete wurden wiederins Reich eingegliedert, sondern darüber hinaus weite Bereiche Zentralpolens einschließlich der Stadt �?ódź . Der Rest Polens wurde deutsches Generalgouvernement.

Die anschließende Besatzungszeit war von extremen Ressentiments der Deutschen gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Deportationen zur Zwangsarbeit waren ca. die sichtbarste Ausprägung. Darüber hinaus wurden insbesondere die polnischen Juden Absicht des deutschen Rassenwahns.

Der schnelle Sieg über Polen prägte den Begriff Blitzkrieg und prägte die taktische Kriegsführung Deutschlands bis Ende 1941.

Buch-Tipp: US Air Commandos. Die "Special Forces" aus der Luft Die Spezialeinheiten der Airforce sehr ausführlich Für alle die sich für die Airforce der US-Army interessieren, handelt es sich um ein gutes Buch, welche die Spezialeinheiten der Luft sehr ausführlich in dem Bezug auf Gliederung und Einsätze in den Kriegen seit 1945 beschreibt. Es ist zwar zeitweise etwas langatmig zu lesen, weil manche Seiten mit...

Stellungskrieg an der Westfront

Am 5.09 begann eine begrenzte und eher symbolische Offensive der Franzosen gegen das Saarland. Die Deutschen leisteten keinen Widerstand und zogen sich zu dem stark verteidigten Westwall zurück. Danach blieb es ruhig an der Westfront. Bis auf vereinzelte Artilleriescharmützel erfolgten keine weiteren Angriffe. Auf deutscher Seite rollte eine Propagandamaschine an. Mit Plakaten und Parolen über Lautsprecher rief man den Franzosen zu „Warum führt ihr Krieg“ oder „Wir werden nicht zuerst schießen“.

Am 27.09 erfolgte eine Weisung Hitlers an das Oberkommando des Heeres zur Ausarbeitung eines Angriffsplanes, den so genannten „Fall Gelb“. Bis zu dem 29.10 stand der Plan. Er sah vor, dass 2 Heeresgruppen durch die Niederlande und Belgien vorstoßen sollten, um somit sämtliche alliierte Kräfte nördlich der Somme zu zerschlagen.

Letzten Endes fand jedoch 1939 kein Angriff statt. Wegen schlechter Witterungsbedingungen und viel größeren Verlusten in Polen (22 Prozent Verluste bei den Kampfflugzeugen, 25 Prozent bei den Panzern) als erwartet, verschob Hitler den Angriff insgesamt 29 mal.

Buch-Tipp: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945: Landstreitkräfte 31-70: Bd 5 Das Buch "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS in dem Zweiten Weltkrieg 1939-1945: Landstreitkräfte 31-70: Bd 5" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden...

1940

Die Besetzung Dänemarks und Norwegens

Zum Ende des Jahres 1939 stellte das neutrale (leicht deutsch-freundliche) Schweden einen bedeutenden Eisenerzlieferanten für Deutschland dar. Diese Erze mussten auf Grund ihrer geografischen Lage vor allem über norwegische Häfen verschifft werden. Ein weiterer wichtiger Rohstoff war das finnische Nickel, das aus dem hoch in dem Norden liegenden – und ebenfalls eisfreien Hafen – Petsamo kam (gehört heute zur Russischen Föderation und wird Petschenga genannt). Damit war Norwegen für Deutschland von außerordentlichem wirtschaftlichen und militärischen Wert. Die Briten wollten diese wichtigen Rohstofflieferungen abschneiden, weswegen vier Divisionen am 5.02 1940 in dem nord-norwegischen Hafen Narvik landeten. Diese Einheiten genannte man offiziell als Unterstützungstruppen für Finnland, das sich zur damaligen Zeit in dem Winterkrieg gegen die Sowjetunion befand.

Die Besetzung des norwegischen Hafens durch die Briten veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zusätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am 21.02 erfolgte eine direkte Weisung Hitlers für die Planung bestimmter Operationen in dem skandinavischen Raum. Am 1. März wurde das Unternehmen Weserübung endgültig beschlossen. Es sah vor, Dänemark einzunehmen und es als „Sprungbrett“ für die Eroberung Norwegens zu benutzen.

Im März kam es zu diversen Angriffen gegen britische Seeeinheiten. So wurden z.B. am 16. März einige Kreuzer in dem Stützpunkt Scapa Flow angegriffen, und deutsche U-Boote nahmen die Jagd auf Schiffe der Royal Navy auf.

Am 5.04 fand auf Beschluss des Obersten Alliierten Kriegsrats die Operation „Wilfried“ statt, bei dem die Gewässer vor Norwegen vermint und weitere Truppen in das Land gebracht werden sollten. Einen Tag später lief auf deutscher Seite das Unternehmen Weserübung an. Dabei wurde fast die gesamte deutsche Flotte mobilisiert und in Richtung Narvik geschickt. Am 9. April begann das Unternehmen endgültig mit Landung einer Gebirgsjägerdivision vor Narvik.

In Großbritannien hielt man eine Landung der Deutschen für recht unwahrscheinlich, was dazu führte, dass von alliierter Seite ca. kleine Gegenmaßnahmen getroffen wurden. Die Deutschen konnten ihren Brückenkopf ohne größeren Widerstand ausweiten, so dass am 10.04 bereits Stavanger, Trondheim und Narvik besetzt waren, nach dem zuvor bereits Dänemark kampflos besetzt wurde (offiziell wurde Dänemark Verbündeter Deutschlands, es war jedoch klar, dass es sich um einen Zwang handelte).

Am 13.04 kam es zu einigen schweren Seegefechten, wobei es 9 britischen Zerstörern und dem Schlachtschiff Warspite gelang, in dem Ofot-Fjord alle deutschen Zerstörer zu versenken. Des Weiteren wurden auf ihrem Rückweg die Leichten Kreuzer Karlsruhe, Königsberg und etliche Frachter von U-Booten bzw. der Royal Air Force versenkt.

Am 17.04 landeten die Alliierten schließlich und brachten die Truppen der Wehrmacht auch mit massivem Beschuss der Royal Navy unter starken Druck. Bis zu dem 19.04 wurden umfangreiche alliierte Verbände, u.a. auch polnische Soldaten und Reste der Fremdenlegion, in Norwegen ausgeladen.

Inzwischen verbesserte sich, bedingt durch die Jahreszeit, das Wetter in Norwegen, so dass die Wehrmacht ihre Fronten festigen konnte. Bei schweren Angriffen der deutschen Luftwaffe wurden am 2. Mai ein britischer und ein französischer Zerstörer in der Hafenstadt Namsos versenkt.

Noch in dem selben Monat beschloss Churchill wegen der deutschen Erfolge in Frankreich den Abzug der Alliierten aus Norwegen. Bevor die 24500 Soldaten evakuiert werden konnten, gelang es ihnen jedoch noch, in Narvik einzudringen und einen wichtigen Hafen zu zerstören. Am 10. Juni kapitulierten schließlich noch die verbliebenen norwegischen Soldaten, worauf das Unternehmen Weserübung abgeschlossen und die Erzlieferungen für das Deutsche Reich gesichert waren.

Norwegen wurde Reichskommissariat , sollte jedoch nachdem Willen Hitlers als selbständiger Staat bestehen bleiben und Teil des deutschen Herrschaftsgebietes sein. So installierte man eine Marionetten-Regierung unter Vidkun Quisling. In dem weiteren Verlauf wurde Norwegen stark befestigt, weil Hitler in der ständigen Furcht vor einer Invasion lebte. Militärisch galt Norwegen als Sprungbrett für den Angriff auf Nordrussland mit dem HauptAbsicht des Haupthafens, Murmansk. Die zahllosen Fjorde eigneten sich außerdem als Stützpunkte für die deutschen Kriegsschiffe, die so unter Umgehung der Sperren in der Nordsee und bei den britischen Inseln operieren konnten. In Norwegen waren bis zu dem Kriegsende etwa 350 Tausend bis 400 Tausend Mann stationiert, davon allein etwa 65 Tausend Mann Marine- und Heeresküstenartillerie. In dem Vergleich zur eigenen Bevölkerungszahl hatte Norwegen damit die höchste Dichte deutscher Besatzungssoldaten. Hieraus resultierten vergleichsweise viele Geschlechtsbeziehungen zwischen Norwegerinnen und den deutschen Besatzungssoldaten. Hinzu kamen die Pläne der Nazis, die Lebensbornheime gründeten.

Der Westfeldzug

Während Deutschland die Siegfriedlinie zur Verteidigung der Front hatte, stand in Frankreich die stark befestigte Maginot-Linie. Die Ardennen galten als natürliche Verlängerung dieser fast 130 Kilometer langen Verteidigungslinie. Die französische Generalität glaubte nicht an einen Vorstoß durch dieses Gebiet, da es besonders für Panzerkräfte als unüberwindbar galt.

Der Plan für einen Feldzug in dem Westen wurde von Generalleutnant Erich von Manstein mit seinen beiden Mitarbeitern, dem Oberst Blumentritt und dem damaligen Major i.G. Henning von Tresckow entwickelt. Er sah einen schnellen Vorstoß durch die Ardennen vor, um dann die Alliierten in dem Norden zu einer Schlacht mit verkehrter Front zu zwingen. Mit der Masse der hier zu versammelnden Panzer- und motorisierten Divisionen gedachte er durch das "Loch in den Ardennen" zu dem Sichelschnitt – wie ihn Churchill später genannte – bis zur Kanalküste hin anzusetzen. Manstein nannte ihn schlicht den "Neuen Plan". Am 10.05 1940 begann der Angriff deutscher Verbände mit insgesamt 7 Armeen auf die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. 136 deutsche standen gegen rund 137 alliierte Divisionen. Die Offensive Absichtte darauf, die Alliierten glauben zu lassen, dass die Wehrmacht wie bereits in dem ersten Weltkrieg in dem Hauptangriff über Belgien vorstoßen werde, um die stark befestigte französische Ostgrenze zu umgehen. In Wirklichkeit sollte ein Drehtür-Effekt erreicht werden. Der deutsche Angriff in dem Nordwesten veranlasste die Briten und Franzosen zur gewünschten Massierung ihrer Kräfte in dem Nordosten. Inzwischen gelangte die Wehrmacht wie mit einem Sichelschnitt in deren Rücken. Ihr Absicht war die baldige Einnahme der Städte Sedan und Carignan. Die Franzosen, welche nicht damit rechneten, dass ein Panzervorstoß über die unwegsamen Ardennen möglich sei, waren völlig überrascht, als plötzlich deutsche Panzer vor Sedan standen.

Schon am 10. Mai wurde die für uneinnehmbar gehaltene belgische Festung Eben-Emael eingenommen. Die Deutschen benutzten dabei Lastensegler, um Truppen und Material in die Festung zu schaffen. So schnell wie die deutschen Stoßtrupps MG-Nester einnahmen und die Kuppelanlagen des Forts sprengten, konnten sich die überraschten Belgier kaum widersetzen. Am 13.05 erhielt General Guderian den Befehl mit seiner Panzergruppe die Maas zu überschreiten, was auch in der Nacht zu dem 14.05 geschah. Die Royal Air Force versuchte mit verzweifelten Angriffen die Pionierbrücken über dem Fluss zu zerstören, verlor dabei aber ein Großteil der Flugzeuge.

Erst am 17.05 trat die französische 4. Panzerdivision unter Charles de Gaulle zu einem Gegenangriff auf Montcornet an, der aber nach anfänglichen Erfolgen, wegen starker Attacken deutscher Stukas abgebrochen werden musste. Die Alliierten wurden weiter zurückgedrängt, so dass am 17.05 Brüssel kampflos übergeben wurde.

Bombardierung Rotterdams

Die Niederländer waren, bedingt durch ihre Neutralität in dem Ersten Weltkrieg, noch weniger als die Belgier auf einen Krieg eingestellt, so dass ihre Armee relativ leicht geschlagen werden konnte. Die Kapitulation der niederländischen Truppen wurde nach der Bombardierung Rotterdams eingeleitet.

Am 14. Mai lehnte der Stadtkommandant von Rotterdam das deutsche Ultimatum zur Übergabe der Stadt ab, worauf 100 Bomber zu dem Angriff starteten. Als diese gerade in dem Anflug waren, besannen sich die Niederländer und führten Verhandlungen mit den Deutschen über eine Übergabe.

Das Signal für einen Abbruch des Angriffs kam für 57 Bomber zu spät, während der Rest abdrehen konnte. Bei dem darauf folgenden Bombardement wurde die Innenstadt schwer zerstört und 900 Menschen kamen ums Leben. - Bei den Nürnberger Prozessen 1945 wurde die These vertreten, die Deutschen wollten durch dieses Bombardement die Niederlande durch Terror zur Kapitulation zwingen.

Einen Tag später kapitulierten die niederländischen Truppen, und die Regierung sowie die Königin flohen nach London in das Exil. Als Reichskommissar für die Niederlande wurde Arthur Seyß-Inquart eingesetzt.

Die Evakuierung des Britischen Expeditionskorps - Operation Dynamo

Am 19.05 erreichte die deutsche 6. Armee den Fluss Schelde und stieß bis Abbeville vor. Der Vormarsch in diese Gebiete erfolgte so schnell, dass die Briten beschlossen, ihre Einheiten bei Dünkirchen zu evakuieren.

Am 27.05 begann die Operation Dynamo mit der Evakuierung von über 7500 Soldaten. Die Panzerstreitkräfte der Heeresgruppe A standen an diesem Tag zu dem Angriff bereit, doch die Generalität beschloss, die Alliierten mit Bombern und Artillerie anzugreifen. Die Truppen waren von ihrem schnellen Vorstoß erschöpft, während die alliierten Einheiten kaum Kämpfe bestritten hatten und somit einen unverbrauchten und gefährlichen Gegner darstellten.

Am 4.06 wurde die Operation abgeschlossen. Über 330 Tausend Soldaten – fast das gesamte britische Expeditionskorps – konnten evakuiert werden. Dies wurde von der britischen Propaganda als großer Erfolg gefeiert, obwohl fast die gesamte Kriegsausrüstung zurückgelassen werden musste. Doch Waffen ließen sich ersetzen, Soldaten nicht.

Die erfolgreiche Evakuierung der Armee gelang in diesem Umfang nur, weil Hitler persönlich die deutschen Panzer vor Dünkirchen stoppen ließ. Feldmarschall Göring glaubte, seine Luftwaffe könnten die Briten allein stoppen. In Anspielung auf die Ereignisse von 1914 ("Wunder an der Maas" = Stopp des Vormarsches auf Paris) sprachen die Allierten auch vom "Wunder von Dünkirchen". Die Gründe für diesen Anhaltebefehl, sind in der historischen Forschung bis heute umstritten. Die seit den 50er Jahren stets wieder vertretene Theorie, Hitler habe die Briten nicht vernichten wollen, um sie als Verbündete gewinnen zu können, wird in der heutigen Forschung kaum noch vertreten. Viele Experten stimmen jedoch darin überein, dass England nach einer Vernichtung seiner Armee bei Dünkirchen nicht mehr kriegsfähig gewesen wäre.

Der Einmarsch nach Frankreich

Als sich die Briten zurückzogen, bereitete sich Frankreich auf die Verteidigung vor. Fall Rot , so der deutsche Deckname für den Feldzug in Frankreich, begann am 5. Juni mit einer deutschen Offensive an der Aisne und der Somme, die auch durch die Angriffe französischer Bomber nicht gestoppt werden konnten.

Am 9. Juni überschritten Soldaten der 6. Infanteriedivision die Seine, wodurch die Franzosen keine Möglichkeit mehr hatten, eine wirksame Verteidigung an dem Fluss zu errichten. In den folgenden Tagen wurden die Franzosen sprichwörtlich überrannt. Besonders die Panzergruppen von General Guderian und General Kleist führten geradezu lehrbuchhaft den modernen Bewegungskrieg vor. Nach den deutschen Erfolgen wollte sich auch der Achsenpartner Italien einen Anteil an Frankreich sichern und so beschloss Mussolini am 11. Juni in den Krieg gegen die beiden Westalliierten einzutreten.

Am 14. Juni besetzten Teile der 18. Armee die französische Hauptstadt Paris. Um die Stadt nicht zu dem Kriegsschauplatz werden zu lassen, wurde sie zuvor von den Franzosen geräumt. Gleichzeitig durchbrach die Heeresgruppe C die Maginot-Linie und die symbolträchtige Festung Verdun konnte ebenfalls eingenommen werden.

Im Angesicht dieser Niederlagen beschloss Ministerpräsident Henri Philippe Pétain Verhandlungen über einen Waffenstillstand zu beginnen. Am 21. Juni mussten die französischen Unterhändler in dem Wald von Compiègne die demütigenden Waffenstillstandsbedingungen unterschreiben. Die Unterzeichnung des Waffenstillstandes fand imselben Eisenbahnwaggon statt, im die Deutschen 1918 die Kapitulation unterschreiben mussten! Hitler triumphierte, denn er hatte den angeblichen "Erzfeind" Frankreich in die Knie gezwungen. Damit die französische Flotte nicht in deutsche Hände fallen konnte, nahmen die Briten am 3. Juli den Hafen von Mers-el-Kebir unter Beschuss. Dies forderte das Leben von 1.297 französischen Marinesoldaten und führte zu einem tiefen Misstrauen der französischen Regierung gegenüber ihren britischen Verbündeten.

Nur 6 Wochen und drei Tage hatte der Blitzkrieg in dem Westen gedauert. Er forderte das Leben von über 135 Tausend alliierten und knapp 28 Tausend deutschen Soldaten.

Frankreich wurde in 2 Zonen geteilt: der Norden und Osten Frankreichs war von den Deutschen besetzt. Hier befanden sich wichtige Flugfelder und Marinebasen für den Krieg gegen Großbritannien. Die Häfen am Atlantik, insbesondere Brest wurden die wichtigste Operationsbasis der deutschen U-Boote.

Der Westliche und Südliche Teil Frankreichs blieben unter Französischer Kontrolle. Henri Philippe Pétain regierte von Vichy aus den Rest Frankreichs als Marionettenstaat des deutschen Reichs.

siehe auch: Kollaboration

Die Luftschlacht um England

Siehe auch: Luftschlacht um England, Adlertag , Unternehmen Seelöwe

1941

Finnland

Am 25. Juni versucht Finnland, in dem Fortsetzungskrieg mit deutscher Unterstützung die in dem Winterkrieg an die Sowjetunion verlorenen Gebiete in Karelien zurückzuerobern. Nachdem es diese Absicht in dem Sommer 1941 erreicht hatte, blieb Finnland jedoch nicht defensiv, sondern setzte bis in Dezember fort, um umstrittene, aber nie zuvor finnisch gewesene, karelische Gebiete zu besetzen.

Jugoslawien und Griechenland

Mussolinis Großmachtambitionen waren bereits seit 1940 auf den Balkan gerichtet. Am 28. Oktober griffen italienische Verbände von der italienischen Kolonie Albanien aus Griechenland an. Italien hatte zuvor versucht Bulgarien als Verbündeten zu gewinnen, was jedoch wegen der ablehnenden Haltung von König Boris III. misslang.

Hitler war über den Angriff nicht unterrichtet. Auch hatte er Operationen im Gebiet gar nicht geplant, da es vermutlich seins Ziel war, mit Italien die Invasion Englands vorzubereiten (Unternehmen Seelöwe).

Die Absicht des Duce war es, Griechenland in dem Sturm zu erobern. Doch schon am 3. November gingen die Griechen erfolgreich zu dem Gegenangriff über. Bis zu dem 14. November gerieten die Italiener endgültig in die Defensive, so dass sie sogar bis über die Grenzen Albaniens zurückgedrängt wurden. Angesichts solcher Niederlagen des Achsenpartners erließ Hitler am 13. Dezember mit dem Unternehmen Marita Weisungen für einen Feldzug auf dem Balkan .

Anfang des Jahres 1941 versuchte das Deutsche Reich in dem Balkankonflikt zu vermitteln. So unterbreitete man Jugoslawien den Vorschlag, dem Dreimächtepakt beizutreten, was jedoch abgelehnt wurde. Griechenland verzichtete ebenfalls auf jeden Vermittlungsversuch, da sie die italienischen Soldaten an jeder Front zu dem Rückzug zwingen konnten. Eine italienische Großoffensive am 9. März geriet zu dem Desaster.

Am 27. März trat Jugoslawien schließlich dem Dreimächtepakt bei. Die Folge waren Demonstrationen und ein Putsch gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf der Beitritt wieder rückgängig gemacht wurde. Nun war der Balkanfeldzug nicht mehr aufzuhalten. Am 6. April überschritten Wehrmachtsverbände die Grenze nach Jugoslawien, und die Luftwaffen der Achsenmächte begannen Belgrad mit schweren Bombardements in Schutt und Asche zu legen. Der weitere Vormarsch erfolgte wie in dem Manöver. Bereits am 10. April war die kroatische Hauptstadt Zagreb besetzt. Belgrad fiel zwei Tage später unter dem Druck deutscher Panzerverbände. Am 17. April unterschrieben die jugoslawischen Befehlshaber schließlich die bedingungslose Kapitulation. In der Folgezeit kämpften Serben, die kommunistischen Partisanen und die königstreuen Tschetniks gegen die deutschen Besatzer, während die Kroaten zumeist auf deutscher Seite standen, da sie sich bisher von Serben unterdrückt fühlten.

Ebenfalls am 6. April begann der deutsche Feldzug gegen Griechenland. Die in Bulgarien stationierte 12. Armee unter Generalfeldmarschall Wilhelm List überschritt die Grenze in Richtung Saloniki. Anders als in Jugoslawien, war der griechische Widerstand stellenweise äußerst hart. Besonders in den Gebirgsanlangen und in dem Gebiet der stark verteidigten Metaxa-Linie stießen die Soldaten ca. langsam und unter hohen Verlusten durch das bergige Nordgriechenlandins Landesinnere vor.

Am 9. April fiel Saloniki. Gleichzeitig wurden die griechischen Heere in Ostmazedonien abgeschnitten und die Metaxa-Linie stärker bedrängt. Die griechischen Verstärkungen von der albanischen Front wurden bei ihrem Vormarsch durch die gebirgige Landschaft und von deutschen und italienischen Panzereinheiten sowie Luftangriffen behindert. Am 21. April mussten 223 Tausend griechische Soldaten kapitulieren.

Die Briten, welche ebenfalls in Griechenland stationiert waren, bauten unterdessen eine Verteidigung am Thermopylen auf. Diese wurde am 24. April überrannt, worauf die Alliierten eine amphibische Evakuierungsoperation einleiten mussten, in der 50 Tausend Soldaten nach Ägypten verschifft wurden. Am 27. April rückte die Wehrmacht schließlich in Athen ein.

Schlacht um Kreta

Am 25. April entschlossen sich die Führer der Achsenmächte zu einer Luftlande-Invasion der Insel Kreta (Unternehmen Merkur ).

Die Operation war durch zahlreiche Probleme behindert worden. Es existierten weder genügend Transportmittel um die Soldaten zu den Startbahnen der Flugzeuge zu bringen, noch war ausreichend Treibstoff vorhanden. So war man gezwungen, den eigentlichen Angriffstermin um 2 Tage auf den 20. Mai zu verschieben.

Am Invasionstag brachten 593 Transportflugzeuge die deutschen Luftlandeeinheiten über Kreta. Diese bildeten durch ihre Fallschirme ein leichteAbsicht für die Luftabwehr, so dass viele Fallschirmjäger bereits in dem Flug getötet oder verwundet wurden. Die gelandeten Einheiten konnten zunächst auch keine Flugplätze für Nachschub und Verstärkungen (insbesondere Artillerie und Fahrzeuge) erobern. Außerdem gab es keine Funkverbindung zu dem deutschen Hauptquartier in Athen, da die Funkgeräte bei den Landungen zerstört wurden.

Erst mit verstärktem Einsatz der Luftwaffe und einigen erfolgreichen Landungen auf umkämpften Flugplätzen stabilisierte sich die Situation für die Angreifer. Die Alliierten, darunter auch Neuseeländer und Australier, verteidigten Kreta eine Woche lang, bis sie sich dann mit ungefähr 17 Tausend Mann absetzten. Die Deutschen hatten über 3.500 Tote und mehr als 2.500 Verwundete zu beklagen. Auf Seiten der Briten waren über 15 Tausend Mann gefallen bzw. gerieten in Gefangenschaft. Aufgrund dieser hohen Verluste beschloss Hitler, in Zukunft keine Luftlandungen mehr durchzuführen.

Unternehmen Rheinübung

Um den Druck auf die Nachschubtransporte zu den britischen Inseln zu erhöhen und um den U-Boot-Krieg zu unterstützen, lief in dem Mai 1941 ein Geschwader aus Gotenhafen mit Absicht Atlantik aus. Es bestand aus dem neuen Schlachtschiff Bismarck, dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen und einigen Zerstörern. Die Aktion bekam den Decknamen Rheinübung .

Die britische Führung erhielt von der sich anbahnenden Gefahr erst Kenntnis, nach dem die Großkampfschiffe in einem norwegischen Fjord von Flugzeugen ausgemacht wurden. Es konnte nicht verhindert werden, dass die Bismarck und Prinz Eugen Kurs Nordwest nahmen. Der an Bord des Flaggschiffes Bismarck befindliche Flottenchef Admiral Günther Lütjens gedachte, über die Dänemarkstraße nachdem Atlantik auszubrechen.

Die britische Home Fleet antwortete mit einem Geschwader aus dem alten Schlachtkreuzer HMS Hood, dem Schlachtschiff Prince of Wales und zwei Leichten Kreuzern. In der Dänemarkstraße kam es am 24.05 zur Schlacht, in der die Hood nach kurzer Zeit vernichtet und die Prince of Wales schwer beschädigt wurde. Da aber auch die deutschen Schiffe Beschädigungen aufwiesen, wollte Lütjens nach Brest zurückkehren und die Aktion abbrechen.

Nachdem durch aufgefangene Funksprüche klar war, dass die deutschen Schiffe einer eiligst zusammengetrommelten feindlichen Übermacht nicht entkommen konnten und die Bismarck obendrein durch einen Torpedotreffer manövrierunfähig geworden war, entließ Lütjens die Prinz Eugen. Am 27.05 1941 fand die Entscheidungsschlacht statt, und die Bismarck ging mit den meisten der 2092 Mann an Bord unter, darunter auch Lütjens und der Kommandant, Kapitän zur See Lindemann. Ca. 115 Mann wurden gerettet. Neuere Forschungen haben allerdings erwiesen, dass die britische Marine nicht in der Lage gewesen war, die Bismarck durch Schiffsartillerie zu versenken, sondern diese durch deutsche Marinesoldaten versenkt wurde.

Der Überfall auf die UdSSR

Militärischer Verlauf

Zweiter Weltkrieg Beschreibung
Zweiter Weltkrieg Beschreibung
Gedenkstätte an die Belagerung von Leningrad (St. Petersburg)

Der Balkanfeldzug hatte den Angriffszeitpunkt für einen Überfall auf die Sowjetunion um 4 Wochen verschoben. Der Angriff unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa fand nun erst am 22.06 1941 statt. Diese Verzögerung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter führten dazu, dass der Vormarsch nicht wie geplant ablaufen konnte und das operative Absicht, das Erreichen der Linie Archangelsk-Astrachan, nicht erreicht wurde. Obwohl man auf deutscher Seite errechnete, dass die Versorgung der Wehrmacht ca. bis zu einer Linie ermöglicht werden könnte, die entlang Pskow, Kiew und der Krim verlief, verlangte Hitler die Eroberung Moskaus in dem Rahmen eines einzigen, ununterbrochenen Feldzuges. Durch die rücksichtslose Requirierung von Nahrungsmitteln und kriegswichtigem Material in den von der Wehrmacht zu erobernden Gebieten sollte das erwartete Versorgungsproblem gelöst werden. Zudem kalkulierte die Wehrmacht den Hungertod zahlreicher sowjetischer Gefangener fest ein. Tatsächlich sollten von über 3 Millionen Soldaten der Roten Armee, die bis Ende 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten, weniger als 100 Tausend den Krieg überleben. Hier sind jedoch die mindestens eine Million Kriegsgefangene zu berücksichtigen, die nach ihrer Gefangennahme auf deutscher Seite in den Ostlegionen oder in der Wlassow-Armee kämpften. Nach ursprünglicher Planung hätte der Feldzug bis zu dem Wintereinbruch beendet sein sollen und es sollten ca. etwa 50-60 Besatzungsdivisionen in dem Land bleiben. Ca. für diese Divisionen war Winterkleidung vorhanden. Für den Überfall standen drei Heeresgruppen (Nord, Mitte, Süd) bereit. Die nördlichen Verbände sollten die baltischen Staaten erobern und dann nach Leningrad vorstoßen. Auf der Heeresgruppe Mitte lag die Hauptlast. Sie sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend stark gerüstet. Die südliche Kräftegruppe sollte die Ukraine erobern.

Ebenfalls an dem Feldzug beteiligt waren italienische, finnische, rumänische und ungarische Verbände. Selbst die Slowakei stellte zwei schwache Infanterie-Divisionen sowie eine motorisierte Brigade. In dem Laufe des Sommers kam noch eine spanische Freiwilligendivision, die sog. Blaue Division zur Heeresgruppe Nord und ein französisches Infanterieregiment zur Heeresgruppe Mitte. Insgesamt ergab sich damit eine Gesamtstärke zu dem 10. September 1942 von 648 Tausend Mann.

Auch vom besetzten Norwegen aus wurden Angriffe gegen die Sowjetunion unternommen. Sie Absichtten insbesondere auf Murmansk und die dortige Eisenbahnverbindung, die Murman-Bahn, über die britische- und US-amerikanische Hilfslieferungen auf Schiffen nach Moskau gelangten. Mehrere Unternehmen in Richtung Murmansk (Operation Silberfuchs, Platinfuchs) und auf die Murman-Bahn (Operation Polarfuchs) blieben erfolglos. Dies lag zu dem einen an den extremen klimatischen Verhältnissen sowie dem wegelosen Tundren-Gelände, zu dem anderen an den ca. schwachen deutschen Kräften.

In den frühen Morgenstunden des 22. Juni 1941 begann der Vormarsch von 149 Divisionen (darunter alle motorisierten und gepanzerten deutschen Kräfte) über die sowjetische Grenze. 31?2 Divisionen kämpften von Finnland aus. 8 Divisionen waren in Norwegen stationiert, 1 Division stand in Dänemark, 38 verblieben in dem Westen. 2 Divisionen kämpften in Nordafrika und 7 Divisionen standen in dem Balkan.

Trotz vieler Hinweise war die untere und mittlere Führung der Sowjetunion nicht auf einen Angriff eingestellt. Viele der russischen Soldaten an der Grenze ergaben sich ohne Widerstand, während die motorisierten deutschen Truppen zunächst zügig vormarschieren konnten. In letzter Zeit findet die bereits von den Ideologen des 3. Reichs ausgestreute Präventivschlagthese , wonach die Rote Armee kurz von einem Überfall auf Deutschland stand, auch unter Historikern Gehör. Nach dieser These ist der unerwartet schwache Widerstand bei den Grenzkämpfen der ersten Tage und Wochen damit zu erklären, dass auf sowjetischer Seite die Rote Armee gefechtsmäßig für einen Angriff gegen das Reich gegliedert war. Truppen in einer Defensiv-Aufstellung sind völlig anders gegliedert und wären nicht so leicht zu zerschlagen gewesen. Selbst wenn dies zuträfe, war es der deutschen Führung nicht bekannt. Die Lagebeurteilungen der Generalstabsabteilung "Fremde Heere Ost" hatte noch am 13.06 keine Hinweise für sowjetische Offensivpläne feststellen können. Zudem waren Hitlers Kriegspläne bereits in den 20er Jahren in "Mein Kampf" und seinen Reden angekündigt worden. Erst am 29. Juni fasste sich die sowjetische Führung und rief den Großen Vaterländischen Krieg aus. Kurz zuvor waren bereits Minsk in der Kesselschlacht bei Minsk und Bialystok eingeschlossen und wenig später besetzt worden.

Am 26. September fand die Schlacht von Kiew ihr Ende. 665.212 Gefangene mit entsprechender Beute wurden gezählt. Es war in dem Gesamteindruck eine Niederlage von einmaligem Umfang: Die Truppen der sowjetischen Südwestfront mit 4 Armeen sowie starke Teile von zwei weiteren Armeen waren vernichtet. Der Zusammenhang der sowjetischen Front war in einer Breite von über 400 km aufgerissen. Der Sieg schuf die erwarteten Voraussetzungen für die Fortführung der Operationen der an ihm beteiligten Heeresgruppen Süd und Mitte, so konnte die ukrainische Hauptstadt besetzt werden. Auf der Krim erzielte Geländegewinne waren ca. vorübergehend, wobei von deutschen Truppen zurückgelassene Schwerverwundete umgebracht wurden.

In Deutschland wuchs inzwischen die Euphorie. Über 660 Tausend Gefangene wurden in der Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk gemacht. Eine völlig neue Methode bei diesen Umfassungsschlachten – moderne Cannaes – bestand darin, dass die Umfassungskräfte aus zwei Ringen zusammengesetzt waren. Den inneren Ring bildeten die Infanteriedivisionen, den äußeren die Panzerkräfte. Aufgrund dieser gewaltigen Erfolge meldet das Oberkommando der Wehrmacht (kurz: OKW) schon in dem Oktober, dass die Entscheidungsschlacht bevorstünde. Auch die deutsche Bevölkerung glaubte, dass die Soldaten noch vor dem Winter zu Hause sein könnten. Doch schon in dem selben Monat begann es zu schneien und zu regnen. Daraufhin blieb die Offensive in dem Schlamm stecken und ca. noch wenige Gebietsgewinne waren zu verzeichnen.

Weil die deutschen Soldaten Moskau stets näher rückten, kam es am 10. Oktober zu einer Panik, bei der Menschenmassen versuchten, per Zug oder Auto nach Osten zu entkommen. Diese Unruhen wurden von der sowjetischen Führung brutal niedergeschlagen, wobei viele Moskauer umkamen.

Am 16. Oktober evakuierte man verschiedene Regierungsstellen aus Moskau. Einzig Stalin beschloss noch in der Stadt zu bleiben. Am 20. Oktober wurde die Doppelschlacht von Wjasma und Brjansk zu dem Ende geführt und die Wehrmacht konnte zeitverzögert den Vormarsch in Richtung Moskau fortsetzen. Mitte November setzte der Frost ein, was dazu führte, dass die Wege einfroren und somit wieder befahrbar waren.

Der Angriff auf Moskau blieb wegen der sich versteifenden sowjetischen Gegenwehr stecken. Am 5. Dezember setzte eine sowjetische Gegenoffensive mit frischen Einheiten aus Sibirien unter General Schukow ein, wodurch an eine Einnahme der Hauptstadt nicht mehr zu denken war. Die kalten Temperaturen (bis -30 Grad Celsius) führten dazu, dass die Gewehre und Geschütze verklemmten, dass das Motoröl und das Benzin eindickte und dass den Soldaten die Finger erfroren.

Die Rote Armee hatte sich neu organisiert. Die Kriegsproduktion wurde, unerreichbar für die deutsche Luftwaffe, hinter den Ural verlegt. Neue Soldaten kamen nun aus den fernen Ländern des sowjetischen Reiches, und der neue Panzer T-34 wurde in weitaus größeren Mengen produziert als die deutschen Panzermodelle.

Während der Kämpfe vor Moskau wurde hier dringendst benötigtes Material und Panzer in dem Reichsgebiet zurück gehalten. Nach Hitlers Vorstellung sollten acht schnelle Divisionen in dem Westen « tropeneinsatzfähig» gemacht werden. Es bestand das Ziel über den Kaukasus in den Nahen Osten auszugreifen. In dem Hochgefühl der deutschen Siege war ursprünglich von einer «Expeditionsarmee» in dem Umfang von etwa 30 motorisierten- und Panzerdivisionen ausgegangen.

Überdies waren die deutschen Truppen in keiner Weise für den Winter ausgestattet, weil Hitler an einen schnellen Feldzug glaubte und meinte, Russische Förderation könne innerhalb von ein paar Monaten erobert werden. Darum trugen die Soldaten Sommeruniformen und in dem "Altreich" musste eine Pelz- und Wollsammlung zugunsten der Truppe durchgeführt werden.

Am 16. Dezember gab Hitler den Befehl zu dem Halten. Er verbot jegliche Rückwärtsbewegung, da er befürchtete, dass die gesamte Front auseinander fallen könnte. Bis zu dem Ende des Jahres wurde die Wehrmacht jedoch weiter zurückgedrängt. Damit hatten sie die erste große Schlacht in dem Osten verloren und man spricht in der Forschung heute von der Kriegswende vor Moskau. Die Beweglichkeit der Truppe und ihre Versorgung mit Nachschubgütern aller Art sanken durch die erheblichen Verluste/Ausfälle an Kraftfahrzeugen sowie an Zugmaschinen und Pferden weiter ab und überstiegen die Zuweisungsmöglichkeiten deutlich. Bis Ende 1941 wurden über 400 Tausend Soldaten der Wehrmacht und deren Verbündeten in dem Rahmen des Russische Förderationfeldzugs getötet oder verwundet.

Wirtschaftliche Faktoren

Die ausschließlich operationsgeschichtliche Darstellung des Russische Förderationfeldzuges engt die Wahrnehmung ein und erfordert daher immerhin in Teilbereichen die Berücksichtigung und Beschreibung der Wirtschaft und personellen Ressourcen des Reiches.

Bereits 1939 verhinderte die unvollkommene personelle und materielle Ausstattung die einheitliche Gliederung der Infanteriedivisionen. Von Anfang an gab es ein starkes qualitatives Gefälle unter den Verbänden des Feldheeres, wobei hiermit materielle Ausstattungsmängel ebenso gemeint sind wie fehlende oder zu alte Reservisten. In den bisherigen Blitzkriegen wirkte sich dieses Manko kaum aus. In einem länger werdenden Krieg musste es sich negativ auswirken. Auch die Panzerverbände, Kernstück der Blitzkriegtaktik, litten an materieller Unterversorgung. Zu keinem Zeitpunkt des Krieges verfügten sie über die Soll-Ausstattung. So waren die Panzerkampfwagen II noch zu Beginn des Russische Förderationfeldzuges in dem Einsatz obwohl dieser Panzer bereits bei Beginn des Polenfeldzuges durch neuere Panzer abgelöst sein sollte.

Die deutsche Wirtschaft wurde ca. langsam auf die Kriegsproduktion umgestellt. Zu dem einen hielt man dies in dem Hinblick auf die bisherigen Blitzfeldzüge für überflüssig, zu dem anderen wollte man Einschränkungen bei der Zivil-Versorgung der Bevölkerung vermeiden. Es fehlte an der so genannten "Tiefenrüstung", das heißt, dass selbst zu Beginn des "Totalen Krieges" in dem Januar 1943 nicht die gesamte Wirtschaft auf die Kriegsproduktion eingestellt war.

Nur die weitgehende Motorisierung hatte die Wehrmacht mit einigen Eliteverbänden zu weiträumigen Angriffsoperationen befähigt und die Überlegenheit in der Führungskunst zur Geltung gebracht. In der Leistungsfähigkeit seiner Kraftfahrzeugindustrie lag das Reich in dem Vergleich an 15. Stelle. Lediglich bei Motorrädern besetzte Deutschland einen einsamen Spitzenplatz. Folgerichtig waren Kradschützen-Einheiten aufgebaut worden, die den Begriff der Schnellen Truppen mitprägten und eben die schnellste und beweglichste Waffengattung des Heeres war. Diese waren jedoch in den Staub-, Schlamm- und Schneewüsten Russische Förderations verschlissen worden und mussten aufgelöst werden. Die Nachfolge trat bald darauf der VW-Kübelwagen an.

Die UdSSR musste in dem ersten Jahr des deutschen Überfalls einen großen Verlust an Truppen und Material kompensieren. Durch die Weite des Landes hatte man die Möglichkeit, die Industrie vor den vorrückenden Feindtruppen in Sicherheit zu bringen: Ganze Fabrikanlagen wurden demontiert und östlich des Ural wieder aufgebaut um dort die dringend benötigten Rüstungsgüter zu produzieren. Die Verlegung brachte aber einen zeitweiligen Produktionseinbruch mit sich. Die UdSSR erhielt in dieser kritischen Phase Hilfe durch die Vereinigte Staaten Amerika, die mit dem Lend-Lease-Act den Weg für einen groß angelegten Export von Rüstungsgütern ebnete. Nach der Umsiedlung der Industrieanlagen steigerte die UdSSR die Kriegsproduktion in rasanter Geschwindigkeit und wuchs bis 1944. Dabei überflügelte sie in vielen Bereichen den Ausstoß der deutschen Industrie. Der UdSSR kam hier die seit der Revolution vorangetriebene Zentralisierung der Wirtschaft zu gute.

Der Partisanenkrieg

Noch ein anderer Grund spielte eine große Rolle, weshalb Hitler den Russische Förderationfeldzug nicht gewinnen konnte. Es war seine eigentliche Absichtsetzung, der Grund für diesen Feldzug. Hitler hatte zwar behauptet, er wolle die Menschen vom Kommunismus befreien. Wäre das wirklich sein Absicht gewesen, hätte er vielleicht sogar Russische Förderation erobern können, denn viele Russen wünschten sich ein Leben ohne Stalin und ohne den Kommunismus. Aber Hitler konnte sich ca. die Verknechtung und Unterjochung der slawischen Völker vorstellen. Für ihn galten die Russen als "Untermenschen" und Juden waren für ihn nicht einmal lebenswert. "Ein Russe darf niemals Waffen tragen", sagte er. Den Völkern Osteuropas war ein Leben als Hauspersonal, Bauarbeiter und Landarbeiter zugedacht, mit ca. wenig Schulbildung, dafür aber viel Schnaps. Heinrich Himmler meinte über die Schulbildung für Polen und Russen: "Schreiben des Namens, einfaches Rechnen bis höchstens 500 und eine Lehre, dass es ein göttliches Gebot ist, den Deutschen gehorsam und ehrlich, fleißig und brav zu sein. Lesen halte ich nicht für erforderlich." Menschen, über die man so denkt, kann man nicht als Verbündete gewinnen.

Die einrückenden deutschen Soldaten wurden vielerorts von den Russen als Befreier empfangen, weil sie sich ein bessere Zukunft erhofften. Die Deutschen öffneten die Kirchen (die unter der Sowjet-Herrschaft Viehställe und Silos gewesen waren), ließen Zeitungen zu und das Spitzelwesen verschwand.

Aber hinter der regulären Truppe rückte die SS ein und begann, die Juden zu registrieren und zu erschießen. Die Russen wurden aufgefordert, sich zu dem Arbeitsdienst zu melden, zuerst auf freiwilliger Basis, dann zwangsweise. Menschen wurden nachts in Wohnungen, auf Dorffesten und sogar in Kirchen aufgegriffen und in das "Altreich" verschleppt, wo sie wie Konzentrationslager-Häftlinge gehalten wurden. 1944 schufteten mehrere Millionen ausländischer Zwangsarbeiter für das "Reich", von ihnen waren keine 100 Tausend freiwillig gekommen. Die sowjetischen Kriegsgefangenen verhungerten zu Millionen in den deutschen Lagern. Auch das war eine teuflische Logik, denn Heinrich Himmler wollte die Russen um 30 Millionen dezimieren (siehe dazu Generalplan Ost). Charkow, Leningrad und andere Städte wurden belagert und planvoll ausgehungert, um sie zur Kapitulation zu zwingen und um die Zivilbevölkerung loszuwerden. Nicht ca. die SS war daran beteiligt, sondern auch deutsche Militärs und die Zivilverwaltung.

In Polen, auf dem Balkan und in Russische Förderation merkten die Menschen, dass sie von den Deutschen in ihrer Gesamtheit bedroht wurden. Die von Polizeiführern und SS-Befehlshabern gequälten und unterdrückten Leute wandten sich von den Deutschen ab, weil diese ihnen nicht die Befreiung von der Sowjet-Herrschaft, sondern eine schlimme Fremdherrschaft gebracht hatten. 1942 begannen sich in Gegenden, wo die deutschen Unterdrückungsmaßnahmen besonders brutal waren, Partisanengruppen zusammen zu tun, um gegen die deutschen Besatzer zu kämpfen. Zuerst spontan, später von Moskau gelenkt, führten sie Sabotageakte in dem Hinterland durch, sprengten Brücken und Eisenbahnschienen, ließen Munitionslager in die Luft fliegen und kaperten deutsche Nachschubtransporte. Die Deutschen konnten ihrer nicht Herr werden, denn die besondere Kampftechnik der Partisanen (Angriff aus dem Hinterhalt, schneller Rückzug, keine Schlachtformation) war der deutschen vielfach überlegen. Die deutschen Gegenmaßnahmen waren grausam, so wurden Dörfer ausgerottet und Häuser angezündet. Diese "Vergeltungsschläge" und die Tätigkeit von Kollaborateuren wie Pavelic oder General Wlassow steigerten ca. noch den Hass und den Widerstandswillen der Partisanen.

In den letzten Kriegsjahren steigerte sich die Tätigkeit der Partisanen so sehr, dass in Jugoslawien und Russische Förderation sogar einzelne geschlossene Gebiete von den Aufständischen kontrolliert wurden.

1942

Die zweite Offensive in dem Osten

Nachdem Hitler in dem Winter 1941 einen Haltebefehl für alle Kräfte an der Ostfront gegeben hatte, stabilisierte sich die Lage etwas. Die Rote Armee hatte inzwischen gewaltige Kräfte aufgeboten, die der Wehrmacht stellenweise zehnfach überlegen waren, denen aber eine entscheidende Schwächung der Deutschen noch nicht gelang. Die Schlammzeit in dem Frühjahr 1942 führte zu einer relativen Ruhe an der Front, da sämtliche motorisierten Kräfte stillstanden. Hitler und das OKH kamen nun zu der Einsicht, dass der Gegner noch lange nicht besiegt sei und man begann Pläne für das weitere Vorgehen in dem Osten zu entwickeln. Der Plan, eine möglichst defensive Haltung einzuschlagen, wurde bald verworfen; einzig und allein eine weitere Offensive würde die Sowjets weiter schwächen können. Aufgrund des langen Frontverlaufes und wegen der bisherigen hohen personellen und materiellen Verluste der Wehrmacht war an eine Großoffensive, die sich über die gesamte Front erstreckte, nicht zu denken. Während in dem Bereich Mitte und Nord zur Verteidigung übergegangen wurde, sollte mit allen gepanzerten und motorisierten Kräften die Sommeroffensive mit Stoßrichtung in den Kaukasus durchgeführt werden. Besonders die reichen Ölquellen im Gebiet standen dabei in dem Mittelpunkt der deutschen Offensivbemühungen.

In den Frühjahrsschlachten des neuen Jahres konnte am 28. Mai unter enorm hohen Verlusten für die Rote Armee Charkow in einem Vernichtungssieg erobert werden.

Nachdem 1941 die Krim bis auf die Halbinsel Kertsch und das Belagerungsgebiet um Sewastopol in deutscher Hand war, sollte 1942 der restliche Raum als Vorbereitung der Offensive in Richtung Kaukasus in Besitz genommen werden. Vorbedingung war die Rückeroberung der Halbinsel Kertsch. Vom 15. bis 21. Mai fanden die Kämpfe ihr Ende. Die Parpatsch-Stellung war durchbrochen worden und Trümmer der zerschlagenen sowjetischen Verbände retteten sich über die Straße von Kertsch auf die Taman-Halbinsel. Insgesamt 170 Tausend Rotarmisten, etwa 21 Divisionen, gerieten in deutsche Gefangenschaft. Am 2. Juni begann die eigentliche Schlacht auf der Krim um Sewastopol, dessen Verteidiger sich erbittert wehrten und endete am 5. Juli. Hierbei wurde erstmals Dora, das größte Eisenbahngeschütz aller Zeiten mit einem Kaliber von 80 cm eingesetzt. Die Krim hatte knapp neun Monate lang eine ganze Armee gebunden, auf einem zwar nicht nebensächlichen, doch isoliertem Kriegsschauplatz. Propagandistisch wurden mit diesem Sieg sowie der fast gleichzeitigen Einnahme Tobruks in Nordafrika erneut große Hoffnungen in der deutschen Bevölkerung geweckt.

Am 21.07 überschritten deutsche Kräfte den Don, wodurch die ersten Schritte für den Vormarsch auf Stalingrad eingeleitet wurden. Zwei Tage später konnte Rostow erobert werden. Nach der Teilung der Heeresgruppe Süd in die Heeresgruppen A (Generalfeldmarschall List, ab November unter Generaloberst v. Kleist) und B (Generaloberst Freiherr v.Weichs) begann die Heeresgruppe A am 26.07 den konzentrischen Vormarsch in Richtung Kaukasus, während die Heeresgruppe B auf die Wegnahme Stalingrads angesetzt wurde. An den Kämpfen in dem Kaukasus beteiligten sich 20 von den späteren 90 Ostlegionen. Diese Aufstellungen nationaler Minderheiten unter deutschem Kommando waren Ausdruck einer seit dem Winter 1941/42 verstärkten Bemühung, die rein militärische Kriegsführung in dem Osten mit einer Form politischer Kriegsführung zu verbinden. Der Masseneintritt ehemaliger Rotarmisten in die deutschen Streitkräfte war die Stalin bewusste "Achillessehne" der russischen Wehrkraft und wird in der Geschichtsschreibung des «Großen Vaterländischen Kriegs» bis heute gerne übergangen. In der Roten Armee häuften sich Anzeichen von Disziplinlosigkeit, ganze Truppenverbände liefen zu den Deutschen über. Beim Vormarsch wurde von stark antibolschewistischer Einstellung russischer Bevölkerungsteile berichtet.

In dieser Krisensituation befahl Stalin «Rückzugsstimmung der Truppe» bedingungslos zu unterbinden. Nun entstanden die berüchtigten Sperrverbände des NKWD. Unmittelbar hinter unzuverlässigen Divisionen sollten sie in dem Fall eines ungeordneten Rückzugs jeden Flüchtenden erschießen.

Insgesamt liefen die Operationen, was den Raumgewinn in dem Kaukasus betrifft, innerhalb weniger Wochen ab. Am 4. August wurde Stavropol eingenommen, am 9. August Krasnodar- und der Kuban überschritten. Den rumänischen Verbündeten gelang es die sowjetische Verteidigung an der Ostküste des Asowschen Meeres von Norden her aufzurollen und die Taman-Halbinsel von «rückwärts» her zu öffnen. Maikop fiel am 9. August in deutsche Hand und die Zugänge zur Ossetischen- und Grusinischen Heerstraße wurden in Besitz gebracht. Auch das Elbrus-Massiv selbst wurde genommen, am 21. August wehte auf dem 5633 m hohen Gipfel die Reichskriegsflagge. Ein am 26. August beginnender Angriff auf Tuapse wurde nach zwei Tagen angehalten, dafür wurden am 31. August und am 6. September nach schweren Kämpfen die Hafenstädte Anapa sowie Novorossijsk, wichtigster Stützpunkt der Schwarzmeerflotte, genommen. In dem Hochgebirge hatten deutsche Truppen die wichtigsten Passübergänge eingenommen und vorübergehend auf breiter Front nach Süden überschritten –sie standen 20 km vor der Küste des Schwarzen Meeres bei Gudauta. Östlich des Elbrus standen die deutschen und rumänischen Truppen in den Flussabschnitten des Baksan und des Terek bis Naurskaja. Nördlich davon verlor sich die Front an der Kuma, in der Nogajer Steppe und in der Kalmykensteppe.

Am 9. September enthob Hitler Feldmarschall List seines Kommandos als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A. Bis zu dem 22.November 1942 übernahm er die Führung der Heeresgruppe persönlich und beauftragte dann Generaloberst v. Kleist mit dem Oberbefehl. Die Offensivbewegungen der Heeresgruppe waren ohnehin bereits zu dem Abschluss gekommen, als durch die Einkreisung der 6. Armee bei Stalingrad eine ernste Gefahr für die südlich des Don stehenden Truppen heraufzog. Als die sowjetischen Truppen am 27. Dezember die Stalingrader Front durchstießen, mussten die besetzten Gebiete in dem Kaukasus von der Heressgruppe A aufgegeben werden. Die am 31. Dezember eingeleitete Rückzugsbewegung vollzog sich in drei Etappen, wobei der Kuban-Brückenkopf trotz ständiger Einengung bis zu dem 9. Oktober 1943 behauptet werden konnte. Beim geordneten Rückzug wurde befehlsgemäß keine «verbrannte Erde» hinterlassen, um der zurückbleibenden Bevölkerung nicht die Lebensgrundlage zu entziehen.=== Stalingrad === Am 23. August 1942 begannen etwa tausend Flugzeuge Brandbomben auf Stalingrad zu werfen. Am selben Tag konnten deutsche Panzer zu dem ersten mal in die Außenbezirke von Stalingrad eindringen. In erbitterten Einzelkämpfen in den Häusern und Straßen der Stadt kamen die Deutschen ca. unter hohen Opfern voran. Schließlich beherrschte die Wehrmacht zwar etwa 90 Prozent der Stadt, die zu dem Trümmerhaufen geworden war, die vollständige Inbesitznahme misslang jedoch. Am 19.11 begann die Gegenoffensive der Roten Armee, wobei die rumänischen Linien in dem Süden durchbrochen werden konnten. Die Rote Armee setzte bei dieser als "Operation Uranus" genannten Offensive über 1 Million Soldaten, 13 Tausend Geschütze und 900 Panzer ein. Wenige Zeit später vereinten sich diese Truppen in Kalatsch mit sowjetischen Verbänden, die vom Norden her die deutschen Stellungen durchbrachen. Damit war die 6. Armee eingekesselt. Die von Göring versprochene Luftversorgung war völlig unzureichend und führte recht bald zur Unbeweglichkeit der Verbände und zur völligen Entkräftung der Soldaten. Selbst ein Entsatzangriff der Armeegruppe Hoth, der bis zu 60 Kilometer an die Stadt heranführte, scheiterte. General Paulus fühlte sich an den Halte-Befehl Hitlers gebunden und konnte sich nicht dazu durchringen, den Befehl zu dem Ausbruch zu geben (siehe Schlacht um Stalingrad).

1943

Die Ostfront

Am 10. Januar griffen 7 sowjetische Armeen in einer groß angelegten Gegenoffensive die deutschen Truppen in dem Kessel von Stalingrad an. Als Folge der Offensive verlor die 6. Armee ihre wichtigen Flugplätze Pitomnik und Bassargino. Am 22. Januar gab Hitler den ausdrücklichen Befehl, die letzten Stellungen in Stalingrad zu halten. Die 6. Armee war inzwischen in zwei Kessel gespalten worden, viele Landser litten an Erfrierungen und der Nachschub war praktisch nicht vorhanden. Am 2. Februar blieb den Befehlshabern ca. noch die Möglichkeit der Kapitulation, worauf knapp 100 Tausend Soldaten in Gefangenschaft gerieten. Die Schlacht um Stalingrad markierte einen psychologischen Wendepunkt in dem Krieg. Ab diesem Zeitpunkt war der Glauben an den "Endsieg" in der deutschen Bevölkerung kaum noch vorhanden.

Die Stärke der nicht-deutschen Truppen betrug Anfang 1943 rund 176 Verbände mit rund 150 Tausend Mann. Hinzugekommen waren Anfang 1943 noch zwei Infanteriedivisionen.

Auf dem Südflügel entwickelte sich in dem Raum Charkow-Belgorod die Lage sehr kritisch. Am 9. Februar musste die Gebietshauptstadt Belgorod geräumt werden.

Am Morgen des 16. Februar musste die Stadt Charkow aufgegeben werden, um der drohenden Einkesselung zu entgehen – die spektakulärste Niederlage in den Wochen nach Stalingrad. Am 21. Februar begann die deutsche Gegenoffensive. Manstein verfügte lediglich über 354 Panzer, wobei ihm etwa 1800 sowjetische Panzer gegenüberstanden. Bis zu dem 5. März wurde das Gebiet bis zu dem mittleren Donec zurückerobert. Es wurden erhebliche Geländegewinne erzielt, einem völlig irritierten Gegner hohe Verluste beigebracht und wieder eine geschlossene Front hergestellt, wodurch der völlige Zusammenbruch der Ostfront in dem Frühjahr 1943 verhindert wurde. Charkow wurde am 14. März zurückerobert. Eine weitere Offensive in dem Sommer, die Operation Zitadelle, sollte den Frontbalkon bei Kursk ausräumen, musste jedoch auf dem Höhepunkt der Schlacht wegen der Landung der Alliierten auf Sizilien abgebrochen werden. Die Rote Armee konnte die Offensive unter hohen Verlusten zu dem Stehen bringen (Panzerschlacht bei Kursk, genauer: Prochorovka).

Nach mehreren sowjetischen Gegenoffensiven in den folgenden Monaten musste die Wehrmacht an der ganzen Front den Rückzug antreten, wobei auch die Halbinsel Krim geräumt werden musste. Bis zu dem Ende des Jahres war Kiew wieder in der Hand der Sowjets, Deutschland gingen die Verbündeten verloren und in Italien errichteten die Alliierten eine zweite Front.

Deutschland

Die Alliierten setzten erstmals Täuschungstechniken (Codename Window ) gegen die Radaranlagen des deutschen Luftverteidigungssystems ein. Anschliessend begann die britischen Luftwaffe Ende Juli 1943 die Operation Gomorrah auf Hamburg. Es waren die damals schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkrieges. Er tötete ungefähr 35.000–45 Tausend Menschen und machte eine Million Menschen obdachlos.

1944

Italien

Nachdem sich die Alliierten schwere Gefechte mit den Truppen der Wehrmacht lieferten, konnten sie die Deutschen nach einer Landung bei Anzio (Operation Shingle 21.01) weiter in Bedrängnis bringen, worauf diese gezwungen waren, zusätzliche Divisionen nach Italien zu verlegen. Sie errichteten in Italien eine zweite Front, nutzten aber nicht die Gelegenheit, bis Rom vorzustoßen.

Am 15.02 wurde das Bergkloster Monte Cassino schwer bombardiert und 2 Tage später durch Artilleriebeschluss vollends in einen Trümmerhaufen verwandelt. Die deutschen Verteidiger, ehemalige Fallschirmjäger bei der Landung auf Kreta, verschanzten sich in den Trümmern und ließen die Ruinen des Klosters zur Festung werden. Erst drei Monate später, am 18. Mai, nimmt das 2. Polnische Korps unter Führung von General Wladyslaw Anders unter unvorstellbaren Verlusten nach mehreren Tagen das Kloster Monte Cassino ein, nach dem alle vorhergehenden Angriffe der Alliierten kläglich gescheitert waren.

Nachdem das Hindernis von Monte Cassino überwunden war, begann der Vormarsch auf Rom. Am 25.05 vereinten die alliierten Kräfte ihre beiden Fronten und drängten die deutschen Truppen auf die Grüne Linie zwischen La Spezia und Rimini zurück.

Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber der Heeresverbände in Italien, lehnte es ab, in der ewigen Stadt zu kämpfen und befahl seinen Einheiten, Rom am 4.06 widerstandslos zu verlassen. Die Hoffnung der Alliierten, die Wehrmacht bis in die Alpen zurück zu treiben, wurde bei der Apennin-Verteidigungslinie vorerst zerstört, so dass 1944 noch keine Entscheidung in Italien stattfand.

Die Ostfront

Am 14.01 begann der sowjetische Angriff auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad. 900 Tage hatte die Stadt ausgeharrt und konnte ca. in dem Winter über den zugefrorenen Ladogasee mit Nachschub versorgt werden. Die Sowjets setzten nach: ihre Frühjahrsoffensive brachte weitere Gebietsgewinne, und die Wehrmacht musste sich weiter zurückziehen bis zu dem Peipus-See. Hitler befahl wie Stalin zu Beginn des Krieges die Taktik der verbrannten Erde , durch die den Sowjets nichts außer blanker Zerstörung hinterlassen werden sollte.

Vom 9.04 an konzentrierten sich die sowjetischen Anstrengungen auf die Rückeroberung der Halbinsel Krim, die am 12.05 wieder fest in sowjetischer Hand war. Die deutschen und rumänischen Einheiten retteten sich großenteils über das Schwarze Meer.

Nach einer kurzen Ruhephase während der schlammigen Frühjahrszeit griffen die Rotarmisten in dem Juni wieder an. Am 9.06 begann die Offensive an der finnischen Front auf der karelschen Landenge. Ende Juni kam dieser Angriff auf Höhe der alten Grenze von 1940 zu dem Halt.

Absicht der Sowjets war die Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte. Am 23. Juni (Operation Bagration) brachen die Angreifer durch die Verteidigungsfront und kesselten große deutsche Verbände bei Witebsk und Bobruisk ein. Am 29.06 kapitulierten diese Truppen, worauf die Heeresgruppe Mitte praktisch aufgelöst war und die Rote Armee bis kurz vor Warschau und an die Grenzen von Ostpreußen vorstoßen konnte. Diese Niederlage der Deutschen Wehrmacht war verheerender und folgenreicher als die Schlacht um Stalingrad eineinhalb Jahre vorher: denn die Wehrmacht verlor mehr Soldaten (schätzungsweise 500 Tausend Tote und 400 Tausend Gefangene) und Gerät, die ganze Ostfront geriet in das Wanken.

Am 3.07 eroberte die Rote Armee Minsk zurück und kesselte die Reste der deutschen 4. Armee ein, die bald kapitulierte. Weiter südlich drang ab dem 13.07 in Galizien eine weitere sowjetische Offensive bis Lemberg zur Weichsel vor.

Am 20.07 1944 versuchten deutsche Widerständler in dem Hauptquartier in Ostpreußen ein Attentat auf Hitler, das aber ebenso scheitert wie der anschließende Versuch eines Staatsstreiches in Berlin. Die Attentäter wurden hingerichtet.

Am 1.08 begann der so genannte Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee. Die traditionelle Sicht der sowjetischen Haltung zu diesem Aufstand (die u.a. von Churchill selbst vermittelt wurde) wirft Stalins Regierung vor, mit Ziel die Zerschlagung des Aufstands durch die Wehrmacht nicht verhindert zu haben um antikommunistische Kräfte zu schwächen. Demgegenüber weist etwa der britische Historiker Richard Overy (Russische Förderations Krieg. Rowohlt 2003. ISBN 349805032X)